Am Donnerstag erhielt ich während meiner Arbeit an einem Abwasserrohr die aufheiternde und völlig überraschende Einladung von einem Freund aus Riesi, der in Palermo studiert. So stiegen wir (zwei andere Freiwillige und ich) Samstag früh in den Autobus und erkundeten den ganzen Tag die Stadt, um uns abends am Bahnhof mit unseren Freunden zu treffen.
Den Samstag nutzten wir, um die geschichtsträchtige Hauptstadt Siziliens mit seinen rund 656.000 Einwohnern auf eigene Faust zu erkunden. In dieser kurzen Zeit sahen wir die wichtigsten Stationen: Das drittgrößte Opernhaus "Teatro Massimo" wurde 1875 im klassizistischen Stil errichtet und auch durch den Paten Teil III von Francis Ford Coppola berühmt. Im November wollen wir dort die Oper "La Traviata" besuchen.
Die Cattedrale Maria Santissima Assunta, die von den Normannen Ende des 12. Jh. an der Stelle der Großen Moschee errichten und in dem der Stauferkaiser Friedrich II. beerdigt wurde, war die nächste Etappe.
Einen besonderen Eindruck hat allerdings das Viertel Ballarò hinterlassen. Nach den schweren Bombardements im Zweiten Weltkrieg galt es als Armenviertel. Viele Gebäude sind vom Einsturz bedroht. Doch trotz dieses völlig verwahrlosten Zustands der Altbauten sind die Bars voll von Studenten und jungen Touristen, da sich die Universität Palermos ganz in der Nähe befindet. So hielten wir uns zunächst im Ballarò auf, um danach die Vuccería zu erkunden.
Sonntag fuhren wir in den Vorort Mondello ans Meer, der mit seinem türkisblauen Meer und der im Jugendstil erbauten Mole einen schönen Anblick bot. Doch nach ca. 30min ausgelassener Stimmung am Strand kam es plötzlich zu einem gewaltigen Unwetter, so dass wir uns mit den anderen Badegästen in eine nahe gelegene Bar retteten. Nach einiger Zeit standen sämtliche Straßen in Mondello und Palermo unter Wasser. Diese Bilder erklären alles:
Unser kurzer und spontaner Trip nach Palermo hinterließ schöne und auch beeindruckende Erinnerungen: Einerseits gibt es prunkvolle Straßen mit den barocken Palazzi, Kirchen und den Jugendstilvillen, sowie den Lokalen und Treffs in der Altstadt, die das Nachtleben in Palermo einzigartig machen. Andererseits sind aber auch die negativen Seiten dieser Großstadt nicht zu übersehen: Trotz weitreichender Sanierungsprojekte in der Altstadt zerfallen zahlreiche Altbauten. Der enorme Verkehr belastet täglich die Stadt, eine hohe Arbeitslosigkeit und Verschuldung setzen Palermo zunehmend zu - doch es gibt viele Bestrebungen und Pläne, diesen Problemen entgegen zu wirken.
Das Wochenende in der bunten und chaotischen Hauptstadt Siziliens hat uns sehr gefallen, so dass wir hoffen, noch viele weitere Male diese wunderbare Stadt besuchen zu können!
Den Samstag nutzten wir, um die geschichtsträchtige Hauptstadt Siziliens mit seinen rund 656.000 Einwohnern auf eigene Faust zu erkunden. In dieser kurzen Zeit sahen wir die wichtigsten Stationen: Das drittgrößte Opernhaus "Teatro Massimo" wurde 1875 im klassizistischen Stil errichtet und auch durch den Paten Teil III von Francis Ford Coppola berühmt. Im November wollen wir dort die Oper "La Traviata" besuchen.
Die Cattedrale Maria Santissima Assunta, die von den Normannen Ende des 12. Jh. an der Stelle der Großen Moschee errichten und in dem der Stauferkaiser Friedrich II. beerdigt wurde, war die nächste Etappe.
Einen besonderen Eindruck hat allerdings das Viertel Ballarò hinterlassen. Nach den schweren Bombardements im Zweiten Weltkrieg galt es als Armenviertel. Viele Gebäude sind vom Einsturz bedroht. Doch trotz dieses völlig verwahrlosten Zustands der Altbauten sind die Bars voll von Studenten und jungen Touristen, da sich die Universität Palermos ganz in der Nähe befindet. So hielten wir uns zunächst im Ballarò auf, um danach die Vuccería zu erkunden.
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| Uwe Jaentsch, österreicher Künstler. 2007, Piazza Garrafello (Vucceria), s.o. |
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| Die Einkaufsstraße der Vucceria |
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| Der 1555 im manieristischen Stil erbaute Brunnen an der Piazza Pretoria steht im historischen Zentrum der Stadt. |
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| Cattedrale di Palermo- erbaut im normannisch-arabischen Stil ab 1185 |
Unser kurzer und spontaner Trip nach Palermo hinterließ schöne und auch beeindruckende Erinnerungen: Einerseits gibt es prunkvolle Straßen mit den barocken Palazzi, Kirchen und den Jugendstilvillen, sowie den Lokalen und Treffs in der Altstadt, die das Nachtleben in Palermo einzigartig machen. Andererseits sind aber auch die negativen Seiten dieser Großstadt nicht zu übersehen: Trotz weitreichender Sanierungsprojekte in der Altstadt zerfallen zahlreiche Altbauten. Der enorme Verkehr belastet täglich die Stadt, eine hohe Arbeitslosigkeit und Verschuldung setzen Palermo zunehmend zu - doch es gibt viele Bestrebungen und Pläne, diesen Problemen entgegen zu wirken.
Das Wochenende in der bunten und chaotischen Hauptstadt Siziliens hat uns sehr gefallen, so dass wir hoffen, noch viele weitere Male diese wunderbare Stadt besuchen zu können!







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